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Adler & Hansen: Studenten, StudentInnen, Studierende? Aktuelle Verwendungspräferenzen bei Personenbezeichnungen (MU)
(»Sprache und Geschlecht.« Beiträge zur Gender-Debatte)

Produktabbildung

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)

Autor(inn)en: Astrid Adler / Karolina Hansen

Titel: Studenten, StudentInnen, Studierende? Aktuelle Verwendungspräferenzen bei Personenbezeichnungen

Publikation in: Muttersprache, 130. Jahrgang, Heft 1

Seiten: 47–63 (17 Seiten)

Erschienen: 15.03.2020

Abstract: siehe unten


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Preis: 4,90 € inkl. MwSt.
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Abstract

Im Beitrag werden Meinungen und Einstellungen zur geschlechtergerechten Sprache dargestellt. Dazu werden verschiedene Möglichkeiten für die Bezeichnung von Personen, die studieren, in den Blick genommen. Diese werden zunächst beschrieben und ihre Frequenzen im Deutschen Referenzkorpus ausgewertet. Anschließend werden explizit die Meinungen und Einstellungen behandelt. Dafür werden die Daten der Deutschland-Erhebung 2008 und der Deutschland-Erhebung 2017 ausgewertet. In der aktuellen Erhebung wurden laienlinguistische Verwendungspräferenzen von Personenbezeichnungen erhoben; präferiert wird von den meisten Befragten die Partizipialform (den Studierenden). Die Verwendungspräferenzen hängen vor allem mit dem Alter der Befragten und ihrer politischen Orientierung zusammen. Insgesamt zeigt sich jedoch, dass das Thema der geschlechtergerechten Sprache für die meisten Befragten nur eine untergeordnete Rolle spielt.

This contribution deals with opinions on and attitudes towards gender-fair language. It describes different possibilities of referring to persons who study and their frequencies in the German Reference Corpus. Then, it explicitly examines opinions and attitudes. To this end, we analyse data from the Germany Survey 2008 and the Germany Survey 2017. The current survey elicits the persons’ preferences of use; most of the respondents prefer the participle form (den Studierenden). Foremost, the preferences are related to the respondents’ age and their political orientation. However, it seems that for most respondents gender-fair language does overall merely play a subordinate role.