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Artikeldetails

Jan Engberg: Durchschaubarkeit durch Vielfalt – Vorteile eines mehrsprachigen Rechtssystems und ihre linguistische Beschreibung (MU)
(English only? Was wird aus Deutsch und den anderen europäischen Sprachen? Teil 2)

Produktabbildung

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)

Autor(in): Jan Engberg

Titel: Durchschaubarkeit durch Vielfalt – Vorteile eines mehrsprachigen Rechtssystems und ihre linguistische Beschreibung

Publikation in: Muttersprache, 119. Jahrgang, Heft 3

Seiten: 181–191 (11 Seiten)

Erschienen: 15.09.2009

Abstract: siehe unten


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Preis: 4,90 € inkl. MwSt.
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Abstract

Der Artikel beschäftigt sich mit dem Prozess mehrsprachiger Rechtsfindung beim Europäischen Gerichtshof und seiner linguistischen Beschreibung. Ausgehend von einer konstruktivistisch orientierten sogenannten schwachen Sprachtheorie, die impliziert, dass Bedeutungen von der dialogischen Tätigkeit der Sprachverwender abhängen und somit nicht festgeschrieben, sondern wandelbar sind, wird an einem konkreten Beispiel gezeigt, welche wissensorientierten Operationen in einem solchen Rechtsfindungsprozess ablaufen. Abschließend werden einige Rahmenbedingungen diskutiert, die eine Voraussetzung für die hier zugrunde gelegte These sind, dass Rechtstexte in mehrsprachigen Rechtssystemen durchschaubarer und prinzipiell präziser als Rechtstexte in einsprachigen Rechtssystemen sind.

The article treats multilingual legal interpretation at the European Court of Justice and the linguistic description of this process. On the basis of a constructivist approach to the relation between language and law termed schwache Sprachtheorie (weak language theory), I show by way of a concrete example what knowledge oriented operations take place in such an interpretation process. The weak language theory implies that meanings are dependent on the dialogical action of language users and is thus not fixed but rather changeable according to time and other situational factors. Eventually, a number of general conditions are discussed, which must be met in order for the assumption behind the article to be upheld, i. e., that texts in multilingual legal systems are more transparent and in principle more precise than texts in monolingual legal systems.