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Madeline Lutjeharms: Mehrsprachigkeit und Spracherwerb aus Brüsseler Sicht (MU)
(Deutsche und europäische Sprachenpolitik)

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)
Autor(in): Madeline Lutjeharms
Titel: Mehrsprachigkeit und Spracherwerb aus Brüsseler Sicht
Publikation in: Muttersprache, 117. Jahrgang, Heft 2
Seiten: 110–123 (14 Seiten)
Erschienen: 15.06.2007
Abstract: siehe unten

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Abstract
Die EU betrachtet die sprachliche Vielfalt Europas als Reichtum und fördert – jedenfalls im Prinzip
– die Erhaltung der institutionellen Mehrsprachigkeit. 23 Sprachen sind als Amtssprachen
anerkannt, aber nur drei bis fünf davon gelten als Arbeitssprachen. In der Praxis wird innerhalb
der EU-Behörden allerdings immer häufiger nur noch Englisch verwendet. Für die individuelle
Mehrsprachigkeit sind die einzelnen Mitgliedstaaten zuständig, doch die EU unterstützt
viele Programme und Aktionen zur Verbesserung der Fremdsprachendidaktik und zum Erwerb
mehrerer Fremdsprachen. Wie konsequent und wie erfolgreich ist diese Subventionspolitik?
Nach Überlegungen zu dieser Frage und zur Brüsseler EU-Sicht wird die Fremdsprachenvielfalt
aus einer anderen Brüsseler Perspektive kommentiert: Dargeboten werden die Ergebnisse einer
Untersuchung zum Image einiger Fremdsprachen bei Brüsseler Wirtschaftsstudierenden.
As far as the European Union is concerned, it is obvious that linguistic diversity must be preserved
and cherished. Institutional multilingualism must be maintained, at least in principle. Twenty-three
languages are recognized as official languages, but only 3 to 5 of them are working languages. In
practice however English is used increasingly for internal purposes. Individual multilingualism is
the responsibility of the member states, but the EU supports many programmes and actions to improve
foreign language didactics and promote the acquisition of more than one foreign language.
What are the consequences of this policy, and how successful is it? After a discussion of what are
the EU-Brussels views on the matter, another view is presented: the results of a study carried out
among Brussels students of economics on their attitudes towards a few foreign languages.