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Ulrich Ammon: Die Wichtigkeit und Schwierigkeit von Deutsch als Arbeitssprache in den EU-Institutionen (MU)
(Deutsche und europäische Sprachenpolitik)

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)
Autor(in): Ulrich Ammon
Titel: Die Wichtigkeit und Schwierigkeit von Deutsch als Arbeitssprache in den EU-Institutionen
Publikation in: Muttersprache, 117. Jahrgang, Heft 2
Seiten: 98–109 (12 Seiten)
Erschienen: 15.06.2007
Abstract: siehe unten

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Abstract
Der Beitrag weist zunächst auf die Schwierigkeit eines nicht von Eigeninteressen geleiteten Umgangs
mit der Thematik hin. Daran anschließend wird das besondere Interesse Deutschlands und
der deutschen Sprachgemeinschaft an Deutsch als EU-Arbeitssprache begründet. Es rankt sich
um die Kommunikationsmöglichkeit in der eigenen Sprache mit und in den EU-Institutionen sowie
um den Erhalt von Deutsch als Fremdsprache und als internationale Sprache, wovon vor allem die
transnationalen Kontaktmöglichkeiten abhängen. Im Gegensatz zu Sprachgemeinschaften wie der
deutschen, die für ihre Sprache Aussichten auf die Funktion als EU-Arbeitssprache sehen, sind
kleinere, von dieser Funktion ausgeschlossene Sprachgemeinschaften eher an einer möglichst
kleinen Zahl von EU-Arbeitssprachen interessiert, womöglich an nur einer einzigen (Englisch).
Nach der durch neueste Statistiken untermauerten Darstellung des faktischen EU-Arbeitssprachenregimes
werden abschließend Auswahlkriterien für EU-Arbeitssprachen und ihre Rangordnung
vorgestellt und nach ihrer Legitimität bewertet.
The paper points out the difficulty of dealing with the topic without being biased towards the own
interests. Then it explicates the special interests of Germany and the German language community
in its language’s function as an EU working language. This would enhance communication
with and within the EU institutions but also support the continued international standing of the
German language and its attraction as a subject of foreign language studies, on which the Germanspeaking
countries partially rely for transnational communication. In contrast to countries which,
like Germany, see a fair chance for their language to function as an EU working language, countries
of a smaller language community which see no such chance would rather prefer a number of EU
working languages as small as possible or even only a single one (English). After the description of
the actual EU working language regime, based on recent statistics, finally, criteria for selecting and
rank-ordering EU-working languages are presented and evaluated according to their legitimacy.