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Sandro M. Moraldo: Kommunikative Einheit in sprachlicher Vielfalt. Die Fremdsprachenfrage in Italien (MU)

Produktabbildung

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)

Autor(in): Sandro M. Moraldo

Titel: Kommunikative Einheit in sprachlicher Vielfalt. Die Fremdsprachenfrage in Italien

Publikation in: Muttersprache, 117. Jahrgang, Heft 3

Seiten: 199–215 (17 Seiten)

Erschienen: 15.09.2007

Abstract: siehe unten


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Preis: 4,90 € inkl. MwSt.
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Abstract

Der Beitrag geht der Frage nach, welche Konsequenzen sich aus dem Prozess der europäischen
Integration und der Globalisierung der Weltmärkte für das italienische Bildungssystem, speziell
für die Fremdsprachenausbildung, ergeben haben. Zunächst wird die Fremdsprachenkompetenz
der Italiener analysiert, die laut einer landesweit durchgeführten Erhebung nicht den internationalen
Standards genügt. Die Versäumnisse lassen sich durch bildungspolitische Defizite in der
Vergangenheit erklären. Daran anschließend wird die tiefgreifende Strukturreform des Schul- und
Hochschulwesens thematisiert, die die Bedeutung der Mehrsprachigkeit wie auch die von der
EU proklamierte sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas reflektiert. Es wird gezeigt, wie der
schulische Fremdsprachenunterricht auf der Basis des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens
für Sprachen neu strukturiert und der Gebrauchswert der Geisteswissenschaften, speziell
der Neuphilologien, durch ein anwendungs- und berufsbezogenes Profil der Studiengänge den
veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst wurde. Der Beitrag behält dabei
die Stellung der deutschen Sprache und der Germanistik immer im Blick. Abschließend wird die
Förderung von Deutsch als Wissenschaftssprache als Desiderat einer langfristig angelegten deutschen
Kulturpolitik und die Bedeutung der Sprachenvielfalt im Zeitalter des lebenslangen Lernens
unterstrichen.

This contribution investigates the question of, what the consequences of the process of European
integration and globalization of the world market have been for the Italian educational system,
particularly for learning foreign languages. First, the foreign language skills of the Italians will be
analysed. According to a national data collection they do not satisfy international standards. The
defaults can be explained by the deficiency of educational policy in the past. Next to be discussed
will be the radical restructuring reform of the school and university system: this reform reflects the
meaning of multilingualism as the linguistic and cultural plurality proclaimed by the European Community.
Attention is devoted to language teaching at school, based now on the Common European
Framework of Reference for Languages (CEFR), and to the practical value of humanities, especially
the modern languages, which have been adapted to this modified frame of social reference. The
essay constantly keeps an eye on the position of the German language and of German studies in
general. Finally the improvement of German as a scientific language, as a desideratum of a cultural
and educational German policy in the long term, and the meaning of language multiplicity in the
age of lifelong learning will be underlined.