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Carmen Mellado Blanco: Niederdeutsch und Galicisch im soziolinguistischen Vergleich Das Verhältnis zu den Kontaktsprachen aus diachroner und synchroner Sicht (MU)

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)
Autor(in): Carmen Mellado Blanco
Titel: Niederdeutsch und Galicisch im soziolinguistischen Vergleich Das Verhältnis zu den Kontaktsprachen aus diachroner und synchroner Sicht
Publikation in: Muttersprache, 116. Jahrgang, Heft 4
Seiten: 308–321 (14 Seiten)
Erschienen: 15.12.2006
Abstract: siehe unten

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Abstract
Die europäische Politik zur Integration und zum Schutz von Minderheitensprachen, wie sie im letzten
Jahrzehnt verfolgt und in diversen Abkommen und Dokumenten niedergelegt worden ist – z.
B. in der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen –, hat neue Perspektiven
der Komparatistik für das Studium der Ausbausprachen im europäischen Raum eröffnet. Die vorliegende
Arbeit1 untersucht in einer vergleichenden Analyse die soziolinguistische Situation des Niederdeutschen
und des Galicischen und legt die Gemeinsamkeiten dar, die beide Sprachen in ihrer
geschichtlichen Vergangenheit sowie in der Gegenwart aufweisen. Das Ziel dieser Untersuchung
ist es, Übereinstimmungen hinsichtlich Entwicklung und Niedergang der kleineren Sprachen bzw.
deren Wiederbelebung durch sprachpolitische Maßnahmen aufzuzeigen. Diese Übereinstimmungen
sind sowohl aus soziolinguistischer als auch rein linguistischer Perspektive zu beobachten,
was sich z. B. in der ähnlichen Typologie von Interferenzfällen mit ihren jeweiligen Dachsprachen
als Kontaktsprachen widerspiegelt.
European policy for the integration and protection of minor languages carried out for the last ten
years and settled in different treaties and documents, such as the »European Charter for Regional
or Minority Languages«, has given rise to new comparative perspectives on the study of the European
ausbau languages. From an innovative point of view, we deal in this paper with the sociolinguistic
situation of Low German and Galician and set out the characteristics both have in common
regarding their historical development and their current situation. The aim of this investigation is
to show the parallelisms on the evolution and decline of minor languages as well as their possible
encouragement by means of institutional measures on linguistic policy. Such parallelisms are
analyzed from both a sociolinguistic and a purely linguistic perspective, which is reflected on a similar
typology of interference cases with their corresponding »roof languages« as contact languages.