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Winfried Ulrich: Die Polysemie von ziehen und schieben – zwei konverse Wortsterne (MU)

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)
Autor(in): Winfried Ulrich
Titel: Die Polysemie von ziehen und schieben – zwei konverse Wortsterne
Publikation in: Muttersprache, 116. Jahrgang, Heft 4
Seiten: 348–358 (11 Seiten)
Erschienen: 15.12.2006
Abstract: siehe unten

Preis: 4,90 € inkl. MwSt.
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Abstract
Was hält die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes zusammen (Läufer = Sportler, Schachfigur,
Teppich)? Was unterscheidet sie von den Bedeutungen mehrerer gestaltgleicher (homonymer)
Wörter (Tau = Seil, Tau = Niederschlag1)? Und wie werden mehrdeutige Wörter mit ihren
verschiedenen »Lesarten« im Gedächtnis gespeichert? Neuere Ansätze der kognitiven Semantik
erlauben es, die Polysemie im Rahmen einer Beschreibung der semantischen Strukturen des
mentalen Lexikons genauer zu erforschen. Das wird an ausgewählten Beispielen, vor allem an
den beiden Verben ziehen und schieben vorgeführt. Dabei wird ein neues Beschreibungsmodell
entwickelt und eingeführt: der Wortstern.
Which phenomenon is holding together the different meanings of one word (Läufer = Sportler,
Schachfigur, Teppich)? What is distinguishing them from the meanings of two or more homonyms
(Tau = Seil, Tau = Niederschlag1)? And how are polysemous words with their different »readings«
stored in memory? New approaches in cognitive semantics make it possible to study more precisely
polysemy within the scope of a description of the semantic structures of the mental lexicon.
This is demonstrated with selected examples, especially with the two verbs ziehen and schieben.
On that occasion a new model of description is developed and introduced: the Wortstern.