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Claudio Di Meola: Präsens versus Futur I: Nähe und Distanz bei der Versprachlichung zukünftigen Geschehens (MU)

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)
Autor(in): Claudio Di Meola
Titel: Präsens versus Futur I: Nähe und Distanz bei der Versprachlichung zukünftigen Geschehens
Publikation in: Muttersprache, 116. Jahrgang, Heft 2
Seiten: 122–139 (18 Seiten)
Erschienen: 15.06.2006
Abstract: siehe unten

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Abstract
Die beiden Tempora Präsens und Futur I werden als zwei unterschiedliche kognitive Konzeptualisierungen
zur Versprachlichung zukünftigen Geschehens interpretiert und auf die grundlegende
Opposition Nähe/Präsens vs. Distanz/Futur zurückgeführt. Dabei werden fünf verschiedene
Ebenen berücksichtigt: die temporale Ebene im engeren Sinne (Unmittelbarkeit), die aspektuelle
(Kontinuität), die modale (Wahrscheinlichkeit, Planbarkeit, Reibungslosigkeit), die informationale
(Direktheit der Quelle) und die kommunikativ-situative Ebene (Verbundenheit der Kommunikationsteilnehmer).
The two German tenses present simple morgen arbeite ich vs. future simple morgen werde ich
arbeiten are interpreted as two different cognitive conceptualizations for expressing futurity and
reduced to the basic opposition of proximity/present vs. distance/future along five dimensions:
temporal in a strict sense (immediateness), aspectual (continuity), modal (probability, programmability,
feasibility), informational (directness of source) and communicational/situational dimension
(closeness of participants of communication).