Artikeldetails
Constanze Spieß: Solidarität – zwischen Freiwilligkeit und Institutionalisierung (MU)

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)
Autor(in): Constanze Spieß
Titel: Solidarität – zwischen Freiwilligkeit und Institutionalisierung
Publikation in: Muttersprache, 116. Jahrgang, Heft 2
Seiten: 147–161 (15 Seiten)
Erschienen: 15.06.2006
Abstract: siehe unten

Preis: 4,90 € inkl. MwSt.
(Download)
Abstract
Als Bezeichnung für einen in der Gesellschaft allgemein akzeptierten Grundwert ist Solidari–
tät – neben Gerechtigkeit,
Freiheit und Verantwortung – eines jener Hochwert- oder Symbolwörter,
die von den politischen Parteien gern im öffentlich-politischen Diskurs verwendet werden.
Die Bedeutung von Solidarität wird jedoch von den einzelnen Parteien durch jeweils spezifische
Kontextualisierungen unterschiedlich bestimmt. Hinter dem Streit um die Bedeutungshoheit steht
letztlich die Auseinandersetzung um unterschiedliche politische Konzepte. Der Beitrag möchte
die je unterschiedliche Verwendungsweise, Bedeutungskonstitution und Konzeptualisierung von
Solidarität in aktuellen Grundsatzprogrammen der Parteien untersuchen, auf sprachliche
Manifestationen
eingehen und deren argumentatives Potenzial nachzeichnen.
Besides Gerechtigkeit (›fairness‹), Freiheit (›freedom‹) and Verantwortung (›responsibility‹), Solidarität
(›solidarity‹) is a generally and commonly accepted and established high-value word, which
is often referred to in (public-)political discourse by all parties. Yet the meaning of Solidarität
is defined differently by the single parties through specific respective contextualizations. The
reason at the bottom of the dispute about souvereign meaning is the struggle for different political
concepts. This contribution wants to analyse the respective different usage, different constitution
of meaning and different conceptualization of Solidarität in current party programs. Furthermore,
the respective actual linguistic manifestations and their argumentative potential shall be
delineated.