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Artikeldetails

Samuel Camenzind: Der Apostroph (MU)

Produktabbildung

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)

Autor(in): Samuel Camenzind

Titel: Der Apostroph

Publikation in: Muttersprache, 117. Jahrgang, Heft 4

Seiten: 348–364 (17 Seiten)

Erschienen: 15.12.2007

Abstract: siehe unten


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Preis: 4,90 € inkl. MwSt.
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Abstract

Gegenstand dieses Beitrages sind Form und Funktion(en) des Apostrophs. In einem ersten Teil
werden sowohl typographische Überlegungen präsentiert als auch die Frage diskutiert, warum der
Apostroph häufig mit verschiedenen Satz- und Betonungszeichen verwechselt wird (vgl. Andreas`
Imbiss
), ohne dass dies eine Irritation auf Seiten der Leser hervorrufen würde. Danach wird
systematisch auf die vielfältigen Aufgaben dieses multifunktionalen Hilfszeichens eingegangen und
gefragt, welche möglichen Faktoren für das derzeitige Aufkommen des Stammform-Apostrophs
(vgl. Otto’s Warenposten) verantwortlich sein könnten. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den
beiden Paragraphen 96 und 97 des amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung, die
auf den Apostrophgebrauch Bezug nehmen. Nach einer kritischen Diskussion dieser Paragraphen
werden hier, unter Berücksichtigung der Kritik von Theodor Ickler, einige Verbesserungsvorschläge
vorgestellt, die die Gliederung der Paragraphen betreffen.

This paper examines form and function(s) of the apostrophe. The first part focuses on typographical
aspects and discusses the question of why the apostrophe is regularly confused with several
punctuation symbols and stress marks without any irritation on the readers‘ side (e.g. Andreas`
Imbiss
). Furthermore, I will analyze the various linguistic tasks of this multifunctional punctuation
mark and suggest some conditions that might be responsible for the current hype of the stemmarking
apostrophe (e.g. Otto’s Warenposten).
The second part focuses on paragraphs 96 and 97 of the »amtliches Regelwerk der Deutschen
Rechtschreibung«, which regulates the apostrophe usage in the German language. After discussing
these orthographical rules critically, I will conclude with some suggestions about how to improve
the structure of these paragraphs, also taking Theodor Ickler’s criticism into consideration.