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Peter Braun: Selbstbeschreibungen: motivierte Komposita im Deutschen und anderswo (MU)

Produkttyp: Beitrag (Zeitschrift)
Autor(in): Peter Braun
Titel: Selbstbeschreibungen: motivierte Komposita im Deutschen und anderswo
Publikation in: Muttersprache, 114. Jahrgang, Heft 2
Seiten: 132–137 (6 Seiten)
Erschienen: 15.06.2004
Abstract: siehe unten

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Abstract
Verglichen mit vielen anderen europäischen Sprachen kann man die deutsche Gegenwartssprache als eine Wortbildungssprache kennzeichnen, die eine beachtliche Menge von »self-explaining compounds« (A. C. Baugh) aufzuweisen hat. Das Prinzip der Motivation scheint wirksamer zu sein als das der Beliebigkeit, der Arbitrarität (vgl. F. de Saussure). Selbstbeschreibende Komposita können in vielen Sprachbereichen wichtig und nützlich sein, z. B. in der Literatursprache (Geldmagnet), in der Pressesprache (Bilderbürger), in Privatsprachen (Montagskuchen) oder in der Kindersprache (Steinmann für ›Denkmal‹).
Compared with other European languages modern German can be characterized as a compoundforming language, and hence it offers a considerable amount of »self-explaining compounds« (A. C. Baugh). German seems to prefer the principle of motivation to the principle of arbitrariness (cf. F. de Saussure). Self-explaining compounds can be important in many fields of language usage, for instance in literature (Geldmagnet), in press language (Bilderbürger), in private languages (Montagskuchen) or in children’s language (Steinmann for ›Denkmal‹).